CDU-Gemeindeverband Hünxe

Reduzierung der Ratsmandate?

Hünxer Christdemokraten lehnen dies entschieden ab. Dr. Michael Wefelnberg, Erster Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Hünxe, hat sich jetzt zu dieser Thematik geäußert.
Erster Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Hünxe: Dr. Michael WefelnbergErster Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Hünxe: Dr. Michael Wefelnberg
Auf Ablehnung stößt der Vorstoß des Hünxer FDP-Vorsitzenden Dr. Manfred Wüstemeyer zur Reduzierung der Ratsmandate bei der Hünxer CDU-Fraktion.
„Weniger Wahlkreise und weniger Ratsmandate bedeuten auch weniger Bürgernähe“, gibt Dr. Michael Wefelnberg von der Hünxer CDU-Fraktion zu bedenken. Gerade in einer großen Flächengemeinde wie Hünxe mit einer stark verstreuten Siedlungsstruktur und zahlreichen sehr unterschiedlichen Problemen sei es notwendig, die bestehende Anzahl von Wahlkreisen aufrecht zu erhalten. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass gerade die 3 kleineren Ortsteile im Gemeinderat überhaupt nicht mehr repräsentiert werden und deren Probleme nicht mehr wahrgenommen werden, wenn niemand mehr im Rat ist, der sich vor Ort auskennt.
Zwar äußert Michael Wefelnberg ein gewisses Verständnis für die Nöte kleinerer Parteien wie der FDP, die in Zukunft möglicherweise immer mehr Schwierigkeiten haben werden, die Wahlkreise mit geeigneten Kandidaten zu besetzen und daher häufig für eine Reduktion der Mandate plädieren. Allerdings sei gerade deshalb der von Dr. Manfred Wüstemeyer vorgeschlagene Weg genau der falsche: Durch die bei reduzierten Ratsmandaten zunehmende Aussichtslosigkeit, sich über einen Ratssitz ins Gemeindegeschehen einbringen zu können, werden potentiell politisch interessierte Bürger eher abgeschreckt. Der Politikverdrossenheit und Parteienmüdigkeit wird so Vorschub geleistet, einer Situation also, die sich keine Partei wünschen kann.
„Gegenüber diesen Nachteilen spielt das von Dr. Manfred Wüstemeyer ins Spiel gebrachte Einsparpotential mit weniger als 0,05% des gemeindlichen Haushaltsvolumens allenfalls eine marginale Rolle“, so der CDU-Ratsherr. „Geeignete Persönlichkeiten für die politische Arbeit müssen angeworben und nicht abgeschreckt werden. In diesem Zusammenhang sollten sich alle Fraktionen lieber einmal darüber unterhalten, den Beginn der Sitzungen mit beruflichen Erfordernissen der Ratskollegen besser kompatibel zu gestalten.“

Bericht von Dr. Michael Wefelnberg