65-köpfige Reisegruppe des CDU-Gemeindeverbandes Hünxe reiste nach Berlin
Vom 21. – 25. März 2010 reiste eine 65-köpfige Reisegruppe des CDU-Gemeindeverbandes Hünxe unter Leitung des Gemeindeverbandsvorsitzenden Wilhelm Windszus wieder nach Berlin. Diese Fahrten nach Berlin sind inzwischen Tradition und finden jedes Jahr kurz vor Ostern statt. Sie stehen allen interessierten Bürgern offen. Auf dem Programm stand in diesem Jahr:
- Eine 4-stündige Stadtrundfahrt mit einer anerkannten sachkundigen Stadtführerin durch Berlin.
- Ein Besuch von Jagdschloss Hubertusstock am Werbellinsee (mit einer gut 1-stündigen sachkundigen Führung incl. Besichtigung der Honecker-Suite), wo einst Kaiser Wilhelm II. gern auf Jagd ging und Erich Honecker, SED-Parteichef und DDR-Staatsratsvorsitzender, im Dezember 1981 den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt zu Gesprächen empfing.
- ein Besuch mit über 2-stündiger sachkundiger Führung in der brandenburgischen Stadt Schwedt/Oder, die am Ende des 2. Weltkrieges ca. 10.000 Einwohner hatte, zu DDR-Zeiten bis auf über 50.000 Einwohner anwuchs und heute ca. 35.000 Einwohner zählt. Hier fallen nicht nur die Renovierungsmaßnahmen in der Altstadt auf, sondern auch, wie sich die einstigen zahlreichen DDR-Plattenbausiedlungen in schmucke Wohnviertel verwandelt haben und teilweise sogar flächendeckend komplett rückgebaut wurden.
- Ein Besuch in der malerischen brandenburgischen Kleinstadt Angermünde mit ihrer historischen Altstadt.
- Ein einstündiger Besuch der Gedenkstätte des ersten „Mauer“-Toten Günter Litfin und des nahe gelegenen Invalidenfriedhofs. Günter Litfin wurde am 24. August 1961 bei einem Fluchtversuch von Ost- nach West-Berlin im Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal in der Nähe des Lehrter Bahnhofs (heute Berliner Hauptbahnhof) von DDR-Organen mit einem Kopfschuss gezielt getötet. Sein Bruder Jürgen Litfin, der die auf Spendenbasis errichtete Gedenkstätte in einem ehemaligen DDR-Wachturm, der zugleich eine der Kommandostellen der Einheiten des DDR-Grenzregimes war, begründete und einrichtete, empfing die Hünxer Reisegruppe persönlich. Die ca. 1-stündige Führung endete auf dem nahe gelegenen Invalidenfriedhof, dessen am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal angrenzender Teil zur Zeit der Berliner Mauer absolute Grenzsperrzone war. Die alte Friedhofsmauer entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals wurde von den DDR-Organen als vordere Sperrmauer genutzt. Eine Hinterlandmauer errichtete man quer über den Friedhof. Auf dem Invalidenfriedhof sind die Gräber bekannter Familien wie die der von Witzleben und der von Scharnhorst. Gedenkstätte wie Invalidenfriedhof liegen in der Nähe des heutigen Bundeswirtschaftsministeriums.
- Auf der Rückfahrt von Berlin wurde noch die niedersächsische Stadt Braunschweig angefahren, wo es einen gut 2-stündigen Aufenthalt gab. Hier ragt neben den schönen Altstadtvierteln inzwischen wieder das alte wiederaufgebaute Residenzschloss der Welfen hervor.
An Bord des Busses wurden die Reiseteilnehmer traditionsgemäß mit Wurst, Käse, Kuchen, Süßigkeiten und guten Getränken verwöhnt, die durch die Reiseteilnehmer in großer Menge mitgebracht werden: Den diesbezüglichen Bordservice übernahmen die Vorsitzende der Frauen-Union Hünxe, Adelheid Windszus, die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Bruckhausen/Bucholtwelmen, Rezia Mols, sowie die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Hünxe/Gartrop, Tanja Pollmann.