CDU-Gemeindeverband Hünxe

Sperrung der Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal: CDU-Ortsverband Drevenack/Krudenburg setzt sich für die Bürger ein

Ingrid Meyer: Landesbetrieb Straßenbau NRW handelt stümperhaft

Die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Drevenack/Krudenburg, Ingrid Meyer, unterbreitet Vorschläge.
Ingrid Meyer, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Drevenack/KrudenburgIngrid Meyer, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Drevenack/Krudenburg

Die plötzliche und unangekündigte Vollsperrung der Lippebrücke im Zuge der L1 in Hünxe hat Unmut und Empörung unter der Bevölkerung vor allem in den Ortsteilen Drevenack und Krudenburg ausgelöst. Die Empörung wird auch vom CDU-Ortsverband Drevenack / Krudenburg geteilt. Zwar ist es selbstverständlich, daß bei jegichem Handeln die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und der Bürger insgesamt absoluten Vorrang genießen muss. Doch gibt es kein Verständnis dafür, dass der Landesbetrieb noch vor einer Woche  die Sperrung der Brücke für den Lkw-Verkehr über 3,5 t als ausreichend angesehen habe und schon einige Tage später die Situation als so bedrohlich eingestuft wurde, dass eine sofortige Vollsperrung ohne Vorankündigung  ausgeführt wurde. Es drängt sich der CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Ingrid Meyer die Frage auf, ob ein übertriebener Aktionismus der Auslöser war? Fakt ist es auch, dass die Brücke seit Jahren als Spannbetonbauwerk zu den Problemkindern gehörte. Danach  ist eine besondere Gefährdung  gegeben, die nicht innerhalb nur einer Woche entstanden sein konnte. Hat der Landesbetrieb hier gepennt  und eine bestehende Gefahr  über  eine längere Zeit übersehen beziehungsweise verheimlicht?

 

Die plötzliche Totalsperrung  führt zu Problemen für den Berufsverkehr und Schülerverkehr. Gewerbliche- und Einzelhandelsbetriebe  fürchten um Kundenverluste. Das ein ganzer Ortsteil (Krudenburg) über mehrere Jahre vom öffentlichen Personennahverkehr gänzlich abgeschnitten wird, ist nicht hinnehmbar.  Gleiches gilt für den Schulbusverkehr von Krudenburg  zu den weiterführenden Schulen nach Voerde. Die Umwegführung des  Pkw- und Lkw-Verkehrs über die B58 und Autobahn A3 zeigte schon am ersten Tag deutliche Probleme. So war es zeitweilig schwierig, sich aus Drevenack kommend in den Verkehr auf der B58 Richtung Autobahn eingliedern zu können. Anschließend  war auch auf der Autobahn der Verkehr ins Stocken geraten (1 km langer Stau).

 

Der CDU-Ortsverband beklagt, dass sich der Landesbetrieb Straßen NRW bei der Problemlösung nicht etwa –was zu erwarten gewesen wäre- wie ein kundenorientierter Betrieb, sondern in alter Manier wie eine obrigkeitsbezogene Behörde verhalten hat. Die restriktiven Ersatzmaßnahmen können für einen Zeitraum bis Ende 2014 (vermutlich  reicht der Planungshorizont noch nicht einmal aus) nicht als ausreichend angesehen und hingenommen werden.


Gemeinsam mit den verärgerten Bürgern der Gemeinde Hünxe fordert die CDU den
Landesbetrieb Straßenbau NRW als zuständigen Träger der Straßenbaulast auf, für einen schnellen  Ersatzbau der Brücke in Hünxe zu sorgen  und für die Übergangszeit die Einschränkungen für die Bürger durch geeignete Maßnahmen –im Einvernehmen mit der Kommune- auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Dazu gehört u.a.:

• Um die befürchtete Verdichtung des Umwegverkehrs (von und nach Hünxe) zu verringern, ist zur Entlastung der Verbindung von Drevenack über die B58 und A3 eine weitere Ersatztrasse anzubieten, damit sich der Verkehr nicht staut (z.B. Ertüchtigung des Aapwegs).

• Schnelle Bereitstellung einer Behelfsbrücke für Fußgänger, Zweiradfahrer und Rollstuhlfahrer. Prüfung, ob eine Eignung dieser  Brücke nicht auch für Pkw-Einbahnverkehr geschaffen werden kann.

• Zum Ausgleich evtl. ausbleibender Kunden sollte den betroffenen Gewerbe- und

Einzelhandelsbetrieben die Aufstellung von Werbetafeln im Bereich B58/L1 genehmigt werden.

• Der Schulbusverkehr über die Autobahn (Kinder müssen teilweise stehen!) ist zu gefährlich und daher abzulehnen. Er sollte über innerörtliche Verkehrswege (z.B.

über den Aapweg) geleitet werden.

• Vor allem im Interesse unserer älteren Mitbürger muss eine Anbindung des  Ortsteiles Krudenburg an das öffentliche Nahverkehrsnetz erhalten bleiben.


Der Landesbetrieb Straßen NRW ist hier in enger Kooperation mit der Gemeinde Hünxe gefordert. Die CDU fordert diese Kooperation ein und wird die Angelegenheit weiter verfolgen.