Vollsperrung auf der Kanalbrücke der L 1 in Hünxe: CDU-Gemeindeverband schreibt Landesbetrieb Straßenbau NRW an
Stellt dem Landesbetrieb Straßenbau NRW kritische Fragen: CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Wilhelm WindszusWegen der überraschenden Vollsperrung der Kanalbrücke auf der L 1 in Hünxe und der unzumutbaren langen Umleitungen als Folge der Sperrung hat sich jetzt der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Hünxe, Wilhelm Windszus, in einem Schreiben an den zuständigen Landesbetrieb Straßenbau NRW in Mönchengladbach gewandt. Er will von diesem zahlreiche Fragen schnell beantwortet bekommen, die sich vor dem Hintergrund aufdrängen, dass die jetzt gesperrte Kanalbrücke schon seit vielen Jahren unter der besonderen Beobachtung des Landesbetriebs Straßenbau NRW stand und zahlreiche Untersuchungen dort durchgeführt wurden.
Die Fragen, die der Hünxer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende in seinem Schreiben an den Landesbetrieb Straßenbau NRW auflistet, lauten:
v Wie konnte es geschehen, dass Ihnen als Experten für solche Bauwerke in all den Jahren nicht aufgefallen ist, in welch einem dramatisch schlechten Zustand die Brücke sich befand, wenn nicht einmal mehr Fußgänger die Brücke jetzt betreten dürfen?
v Aus welchen Gründen hatten Sie in all den Jahren, in denen die Brücke unter Ihrer besonderen Beobachtung stand, nicht mit den Planungen einer neuen Kanalbrücke begonnen, wo Ihnen doch der alarmierende Zustand der bisherigen Brücke bekannt sein musste?
v Wann werden nach Ihren Erfahrungen die Haushaltsmittel für den Abriss der alten Brücke und den Bau der neuen Kanalbrücke zur Verfügung stehen?
v Warum denken Sie nur über den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer, nicht aber auch für den Kraftfahrzeugverkehr nach?
v Ist Ihnen bewusst, dass eine mehrjährige Sperrung der Kanalbrücke ohne eine Behelfsbrücke für den Kraftfahrzeugverkehr zu Umsatzeinbußen bei den Gewerbetreibenden führt? Und damit Arbeitsplätze gefährdet sind?
v Ist von Ihrer Seite die Errichtung einer Ampelanlage an der Einmündung der Autobahnabfahrt Wesel auf die B 58 für den Verkehr aus Richtung Oberhausen angedacht? Denn der als Folge der Brückensperrung dramatisch angestiegene Linksabbiegerverkehr an der Abfahrt Wesel in Richtung Drevenack ist ohne fehlende Ampel nicht mehr zu bewältigen und führt zu erheblichen Rückstaus, die sich bis auf die Autobahn erstrecken.
Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Hünxe stellt aber nicht nur Fragen, sondern fordert den Landesbetrieb Straßenbau NRW auch auf:
„Sorgen Sie dafür, dass schnellstmöglich eine Behelfsbrückenverbindung für den Kraftfahrzeugverkehr, für Radfahrer und für Fußgänger in unmittelbarer Nähe der bisherigen Kanalbrücke errichtet wird! Sie sind jetzt gefordert! ‚Geht nicht’ gibt es jetzt nicht mehr! ‚Kein Geld, keine Vorplanung, Eigentumsverhältnisse, Zuständigkeiten usw. usf.’ werden von uns nicht akzeptiert. Dies sind nur vorgeschobene Argumente, die einzig und allein dem Zweck dienen, Untätigkeit zu rechtfertigen“, so Windszus wörtlich in seinem Schreiben.