CDU-Gemeindeverband Hünxe

Vollsperrung der L 1-Kanalbrücke: Landesbetrieb Straßenbau NRW antwortet Hünxer CDU

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Wilhelm Windszus hatte zuvor kritischen Fragenkatalog an Landesbetrieb übersandt

In seinem Schreiben vom 24. März 2011, welches beim Hünxer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden am 29. März 2011 einging, schreibt der Landesbetrieb Straßenbau NRW wörtlich:
Erhielt auf seinen kritischen Fragenkatalog Antwort vom Landesbetrieb Straßenbau NRW: Wilhelm Windszus, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes HünxeErhielt auf seinen kritischen Fragenkatalog Antwort vom Landesbetrieb Straßenbau NRW: Wilhelm Windszus, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Hünxe

v     „Anhand der letzten Bauwerksprüfung (vor Sperrung) hatte die Brücke einen ‚ausreichenden Bauwerkszustand’. Darüber hinaus ist bekannt, dass sich Spannungsrisskorrosion auch unentdeckt im inneren der Brücke abspielen kann. Diesbezüglich wurde auf der Grundlage einer neuen Handlungsanweisung eine genauere statische Untersuchung durchgeführt, die gezeigt hat, dass die Brücke bei Ausfall der Spannstähle bedingt durch diese spezielle Korrosionsart ohne äußerliche Anzeichen unter Verkehrslast schlagartig, komplett versagen kann. Das heißt, dass im Rahmen der Bauwerksprüfungen dieser Schaden nicht festgestellt werden kann. Aus Sicherheitsgründen musste die Brücke daher gesperrt werden.

v     Der bisherige Bauwerkszustand machte einen Brückenneubau nicht erforderlich. Erst jetzt, im Rahmen der genaueren Untersuchungen, stellt sich heraus, dass ein Neubau notwendig ist.

v     Die Haushaltsmittel für den Abbruch stehen 2011 zur Verfügung. Für die Haushaltsjahre 2013/2014 stehen die Haushaltsmittel für den Neubau zur Verfügung.

v     Der Landesbetrieb denkt sowohl an eine Behelfsbrücke für Rad- und Fußgänger als auch für Kraftfahrzeuge. Über die Medien wurde seitens Straßen NRW bisher nur über den Bau einer Behelfsbrücke für die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger informiert, da dies kurzfristig für durchführbar gehalten wird. Die Machbarkeit für die Errichtung einer Behelfsbrücke für Kraftfahrzeuge wird derzeit noch geprüft.

v     Straßen NRW ist bewusst, dass es durch die Sperrung der Brücke zu Umsatzeinbußen und zur Gefährdung von Arbeitsplätzen kommen kann. Verkehrssicherheit geht jedoch vor. Es wird versucht, das Mögliche im Rahmen der Gesetze und technischen Vorschriften zu tun, um die Situation zu verbessern.

v     Der Verkehr auf den Umleitungsstrecken wird beobachtet. In diesem Zusammenhang sind auch die Anschlussstellen der A 3 aufgefallen. An der Anschlussstelle Wesel wurde daraufhin sofort eine ‚Behelfsampel’ installiert.“