Herbstfahrt ging an die Schlei
Eine 70-köpfige Reisegruppe des früheren Vorstandsmitgliedes der Frauen Union (FU) Hünxe, Wilma Puschmann, fuhr für 4 Tage an die Schlei (Schleswig-Holstein). Mit in die Reiseleitung einbezogen hatte Wilma Puschmann noch die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Drevenack/Krudenburg,
Erste Station auf dieser Tour war Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal. Die Reiseteilnehmer erkundeten die Innenstadt in eigener Regie. Bewundert wurde von den Reiseteilnehmern die weithin sichtbare Rendsburger Hochbrücke, die über den Nord-Ostsee-Kanal führt. Sie ist eine in den Jahren 1911 – 1913 erbaute Stahlkonstruktion und dient als Eisenbahnbrücke. Außerdem trägt sie eine angehängte Schwebefähre für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Sie ist Wahrzeichen der Stadt Rendsburg und eines der bedeutenden Technikdenkmäler in Deutschland. Die Brücke war 99 Jahre lang die längste Eisenbahnbrücke in Deutschland (Gesamtlänge 2486 m).
Die Stadt Schleswig wurde unter Führung einer sachkundigen Reiseleiterin besucht. Zunächst ging es hier in den ältesten Stadtteil, der Fischersiedlung Holm. Der Holm entstand um das Jahr 1000, damals noch als reine Fischersiedlung auf einer Insel in der Schlei, die wiederum ein Meeresarm der Ostsee ist. Erst etwa 900 Jahre später gab es eine Verbindung zum Festland, die bis heute Bestand hat. In Schleswig wurde auch die Altstadt begangen und der St.-Petri-Dom (ein evangelisches Gotteshaus) besichtigt.
Von Schleswig aus führte der Weg über eine „Landarztroute“ (in Anlehnung an die ZDF-Serie, die in dieser Region spielte) nach Kappeln. Nach einem Besuch dieser Fischerstadt ging es von dort mit einem Schaufelraddampfer über die Schlei bis nach Schleimünde an der Ostsee und nach einem dortigen 30-minütigen Stopp mit Ausstieg wieder zurück nach Kappeln.
Auf dem Programm stand auch der Besuch des Eidersperrwerks. Es ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und liegt in Nordfriesland. Es riegelt den Mündungstrichter der Eider ab und schützt so die Eiderniederung vor den Auswirkungen von Sturmfluten. Die Deichlinie im Eiderbereich wurde durch das Eidersperrwerk von ca. 60 km auf 4,8 km verkürzt. Als Jahrhundertbauwerk gefeiert, wurde es am 20. März 1973 eingeweiht. Die Bauarbeiten begannen 1967.
Angefahren wurden auch die schöne Stadt Friedrichstadt. Das nordfriesische Friedrichstadt ist vom Baustil sehr holländisch geprägt und dementsprechend von Grachten durchzogen. Zahlreiche Reiseteilnehmer nutzten dies und nahmen an einer Bootstour durch die Grachten teil. Zuvor gab es auch hier eine Stadtführung. Zur Gründung und Errichtung der Stadt wurden zahlreiche niederländische Bürger geholt, besonders verfolgte Remonstranten (eine protestantische Religionsgemeinschaft mit Wurzeln in den Niederlanden, die sich in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts von der dortigen calvinistisch geprägten Evangelisch-Reformierten Kirche trennten und anschließend verfolgt wurden). Im Herzogtum Schleswig wurde ihnen Religionsfreiheit gewährt.
Das sehenswerte Husum, Kreisstadt des Kreises Nordfriesland, besuchte die Reisegruppe ebenfalls. 1817 wurde hier der bekannte deutsche Schriftsteller Theodor Storm geboren. 1852 widmete er seiner Heimatstadt ein Gedicht. Daraus resultiert, dass Husum heute literarisch bekannt ist als „graue Stadt am Meer“.
Auf der Rückfahrt in die Gemeinde Hünxe gab es noch einen knapp einstündigen Aufenthalt in Rotenburg an der Wümme (gelegen zwischen Hamburg und Bremen).
An der Fahrt nahmen von Seiten der Kommunalpolitik neben der Ersten Stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde Hünxe,