CDU-Gemeindeverband Hünxe

Delegation der Frauen Union -Kreisverband Wesel- reiste nach Siebenbürgen - Der Hünxer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Wilhelm Windszus begleitete die Gruppe

Vom 17. - 24. Mai 2007 reiste eine Delegation des Kreisvorstandes der Frauen Union (FU) -Kreisverband Wesel- ins rumänische Siebenbürgen. Der Delegation gehörten an: die Stellvertr. FU-Kreisvorsitzende Adelheid Windszus (Hünxe), die Kreis-FU-Schriftführerin Sabine Krüger (Voerde) und die Beisitzerinnen im Kreis-FU-Vorstand, Ingrid Liethen (Wesel) und Brunhild Buschmann (Hamminkeln). Mit dabei war auch die Vorsitzende der Honterus-Hilfe im Kreis Wesel, Sigrid Bronder aus Neukirchen-Vluyn.

Der Hünxer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Wilhelm Windszus begleitete die Gruppe.

Das Wahrzeichen von Kronstadt: Die Das Wahrzeichen von Kronstadt: Die "Schwarze Kirche"
Hauptzielort der Delegation war die 300.000-Einwohner-Stadt Brasov (Kronstadt). Es gab zahlreiche Kontakte zu den Siebenbürger Sachsen, so zum "Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien" (DFDR) im Kreis Kronstadt, aber auch zu Privatleuten. Die Reisegruppe besuchte zudem die 148 km westlich von Kronstadt liegende 170.000-Einwohner-Stadt Sibiu (Hermannstadt), derzeit Kulturhauptstadt Europas. Hier stellt -mit breiter Unterstützung der rumänischen Bevölkerungsmehrheit- die deutsche Minderheit bereits seit mehreren Jahren den Bürgermeister: Klaus Johannis vom DFDR. Ohne die Unterstützung durch die rumänische Bevölkerungsmehrheit wäre die heute bestehende Zweidrittelmehrheit des DFDR im Stadtrat von Hermannstadt nicht möglich. Der DFDR ist die kulturelle und politische Vertretung der deutschen Minderheit in Rumänien. Seine Arbeit wird selbst von der rumänischen Bevölkerungsmehrheit hoch anerkannt.

In Kronstadt nahm die Delegation aus dem Kreis Wesel an einem evangelischen deutschsprachigen Gottesdienst in der "Schwarzen Kirche" von Kronstadt, dem Wahrzeichen der Stadt, teil. Am selben Tag besuchte sie ein Konzert der Berliner Domkantorei in der "Schwarzen Kirche", die auch heute noch eine Kirche der Siebenbürger Sachsen ist. Im Kreis Kronstadt besichtigte die Delegation zudem mehrere typische Kirchenburgen, denen der Landstrich die deutsche Bezeichnung "Siebenbürgen" verdankt. Aus dem Lateinischen stammt die Bezeichnung "Transsylvanien", die von den Rumänen genutzt wird.

Ursprünglich lebten bis zu 700.000 Siebenbürger Sachsen in Siebenbürgen. Heute sind es lediglich mehrere Zehntausend. Die Rumänen stellen in weiten Teilen der Region die Bevölkerungsmehrheit. Allerdings leben auch noch 1,5 Mio. ethnische Ungarn in Siebenbürgen. Seit dem Frieden von St. Germain im Jahre 1919 gehört Siebenbürgen zu Rumänien. Vorher gehörte es zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, die nach dem 1. Weltkrieg auseinander fiel. Innerhalb der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie gehörte Siebenbürgen/Transsylvanien zum Königreich Ungarn.

Mit dem Einmarsch der Roten Armee in Siebenbürgen im Herbst 1944 wurden zahlreiche Siebenbürger Sachsen auf Geheiß Stalins in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit deportiert. 98 % des Eigentums der deutschen Minderheit wurden entschädigungslos enteignet. Heute gibt die rumänische Demokratie weite Teile des Eigentums den Siebenbürger Sachsen wieder zurück. Auch die Evangelische Kirche in Rumänien, deren Mitglieder zumeist die Bevölkerungsgruppe der Siebenbürger Sachsen stellt, bekam ihr Eigentum zumindest weitgehend im demokratischen Rumänien wieder zurück. Zwischen den Siebenbürger Sachsen auf der einen Seite und Institutionen in Deutschland und Österreich auf der anderen Seite besteht heute ein reger kultureller Austausch - und damit verbunden auch eine rege Reisetätigkeit. Der gute Ruf, den sich die Siebenbürger Sachsen über die Jahrhunderte für ihr Schaffen erworben haben, hat auch heute noch Gültigkeit. Der oben beschriebene kulturelle Austausch wird vielfach von nach Deutschland übergesiedelten Siebenbürger Sachsen aktiv unterstützt und begleitet.

Die "Allgemeine Deutsche Zeitung" (ADZ) mit Hauptsitz in Sibiu/Hermannstadt, eine deutschsprachige Zeitung in Rumänien, berichtete über den Besuch der deutschen Delegation aus dem Kreis Wesel.